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[Gelöst] App täglich oder einmal pro Woche Kurs – was bringt mehr Struktur?

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Sandra K.
Beiträge: 37
Themenstarter
(@sandra91)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten
[#91]

Guten Tag zusammen,

ich lerne seit meiner Pensionierung sowohl Englisch als auch Spanisch – hauptsächlich für geschäftliche Korrespondenz, die ich noch gelegentlich führe. Täglich trainiere ich meine Aussprache mit verschiedenen Online-Übungen, und englische Kreuzworträtsel helfen mir sehr beim Vokabelaufbau.

Nun stehe ich vor einer Entscheidung, die mich schon länger beschäftigt: Reicht es, konsequent eine App wie Babbel oder Duolingo zu nutzen – also täglich vielleicht 20 bis 30 Minuten – oder sollte ich zusätzlich einen strukturierten Sprachkurs belegen? Meine Volkshochschule bietet im Herbst wieder Spanisch-Kurse an, einmal pro Woche zwei Stunden. Jetzt im Juni, wo ich ohnehin mehr Zeit habe und weniger Termine, überlege ich, ob ich diese Zeit nutzen sollte, um mir einen guten Grundstock anzueignen, bevor der Kurs startet.

Meine konkrete Frage: Ergänzen sich App und Kurs sinnvoll, oder arbeiten die beiden Methoden eher gegeneinander – unterschiedliche Vokabellisten, verschiedene Grammatikansätze? Und gibt es Erfahrungen, ob Apps für ältere Lernende genauso gut funktionieren wie für Jüngere? Ich bin durchaus diszipliniert und lernbereit, aber ich möchte meine Zeit und auch das Kursgeld nicht verschwenden.

Für jeden Erfahrungsbericht bin ich dankbar.

Mit freundlichen Grüßen,
Helmut


3 Antworten
Birgit H.
Beiträge: 10
(@b-hartmann)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Hallo Helmut,

ich bin gerade dabei, mein eigenes Spanisch wieder aufzufrischen – also kenne ich die Frage gut! Meine Erfahrung: App und Kurs schließen sich nicht aus, sie ergänzen sich eigentlich prima. Die Apps geben dir täglich diese kleinen Portionen, die wirklich was im Kopf festigen, aber der Kurs bringt etwas, das kein Algorithmus ersetzen kann – nämlich echten Austausch. Und gerade beim Spanischen merke ich immer wieder, dass die Sprache lebt, wenn man sie wirklich benutzt, nicht nur am Bildschirm anklickt.

Was die unterschiedlichen Vokabellisten angeht: das ist am Anfang vielleicht etwas durcheinander, aber ich finde das gar nicht schlimm. Je mehr Kontext, desto besser bleibt was hängen – das merke ich zumindest bei mir.

Zum Alter kann ich nichts sagen, ich schätze mich selbst noch nicht als "älteren Lernenden" ein 😉 Aber Disziplin wie du sie beschreibst ist ohnehin der entscheidende Faktor, nicht das Alter.

Viel Erfolg!

Birgit

Ich hab da gute Erfahrungen gemacht mit einer Demoversion, die ich vorher einfach mal kostenlos ausprobiert hab – so siehst du schnell, ob der Ansatz zu dir passt, bevor du dich für ein Lernformat entscheidest. Zur Demoversion*


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SprachProfi_83
Beiträge: 5
(@sprachprofi_83)
Active Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Hey Sandra, das ist tatsächlich der Knackpunkt! Ich bin in der gleichen Situation wie du – berufstätig, versuche Grundlagen in Spanisch und Französisch aufzubauen, und abends nur begrenzte Zeit. Meine Erfahrung: Apps wie Duolingo sind super für passiven Wortschatz, aber zum aktiv Sprechen bringen sie dich nicht wirklich hin. Was mir geholfen hat, ist gezielt mit Spaced-Repetition-Apps wie Anki zu arbeiten und dabei selbst Sätze sprechen – laut aussprechen, nicht nur lesen! Und der Tandempartner wird dir da extrem helfen, weil du gezwungen bist, aktiv zu produzieren. Vielleicht könntest du vorher schon gezielt Business-Vokabeln mit Anki vorbereiten?


Antwort
Klaus F.
Beiträge: 23
(@wandererprofi55)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Guter Punkt. Nach Jahren mit Spanisch und Portugiesisch kann ich dir sagen: Der passive Wortschatz wächst viel schneller als der aktive – das ist völlig normal. Aber der Weg vom Erkennen zum Selbersprechen ist der entscheidende. Ich empfehle dir zwei Sachen: Erstens, nutze deine App bewusst nicht nur zum Konsumieren, sondern schreib selbst Sätze auf, sprich sie laut. Zweitens, und das ist wichtig für dein Business-Ziel: Such dir einen Tandempartner aus der gleichen Branche, wenn möglich. Dann habt ihr von Anfang an echte Gesprächssituationen, die relevant sind. Das aktiviert dein Wissen viel schneller als abstrakte Übungen. Mein Tipp: Bereite dich auf regionale Unterschiede vor, je nachdem woher dein Partner kommt – auch im Business-Spanisch gibt es da Unterschiede.


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