Hallo zusammen,
ich bin in einer Situation, die vielleicht einige von euch kennen: Ich lerne bereits Englisch für internationale Meetings im Job und vertiefe parallel mein Polnisch für die Familie. Jetzt interessiert mich auch Portugiesisch – aber ehrlich gesagt, ich bin unsicher, ob ich das realistisch schaffe ohne dass alles zusammenbricht.
Meine Situation im August: Ich habe vielleicht 5–7 Stunden pro Woche Zeit für Sprachen, muss aber Englisch wegen der Meetings priorisieren und möchte das Polnisch nicht vernachlässigen. Portugiesisch würde ich am liebsten anfangen, aber ich frage mich:
1. Kann ich drei Sprachen gleichzeitig lernen, ohne dass sich die romanischen Elemente (Englisch und Portugiesisch) gegenseitig durcheinander bringen?
2. Wie würde ein realistischer Wochenplan aussehen, der nicht nach zwei Wochen scheitert?
3. Gibt es Methoden, um Portugiesisch mit kurzen, sehr fokussierten Sessions zu lernen – nicht zwei Stunden am Stück, sondern vielleicht 3x20 Minuten?
Ich interessiere mich für ehrliche Erfahrungen von Leuten, die ähnlich jonglieren. Was funktioniert, was ist Zeitverschwendung?
Danke!
Das ist eine gute Frage, und ich kann deine Situation nachvollziehen – nur dass ich gerade andersherum starte. Ich steige nach 15 Jahren wieder ins Übersetzen ein und frische gerade Französisch und Italienisch auf, weil ich später mit Fachtexten arbeiten will. Was ich gelernt habe: Parallelität funktioniert, aber nur wenn die Sprachen unterschiedliche Funktionen haben. Bei dir ist es schwierig, weil Englisch und Portugiesisch sich beide auf romanischer Basis bewegen (naja, Englisch weniger, aber die Vokabeln ähneln sich). Mein Tipp: Gib Portugiesisch einen komplett anderen Lernkanal. Während du Englisch durch Meetings hörst und Polnisch vielleicht durch Familie sprichst, könntest du Portugiesisch nur durch Lesen (Anfänger-Texte, News) oder nur Audio (Podcasts) machen. Das reduziert Verwechslungen massiv. Die 20-Minuten-Sessions sind realistisch – ich mache das auch bei den Fachtexten.