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Norwegische Satzstellung - warum steht das Verb immer an 2. Stelle?

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Sabine W.
Beiträge: 5
Themenstarter
(@s-weber27)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen
[#21]

Hallo zusammen,

ích lerne jetzt seit etwa 6 Wochen Norwegisch und hab mir das als Sommerprojekt vorgenommen - Urlaub in Norwegen nächstes Jahr ist der Plan, also will ich bis dahin zumindest Grundlagen können.

Aber eine Sache macht mich wirklich wahnsinnig: die Wortstellung. Ich hab gelesen, dass im Norwegischen das Verb immer an zweiter Stelle stehen muss, egal was davor kommt. Das nennt sich wohl 'V2-Regel' oder so. Aber ich verstehe nicht wirklich warum - und vor allem wann ich das dann in der Praxis richtig anwende.

Beispiel: 'Jeg spiser frokost om morgenen' ist klar. Aber wenn ich mit 'Om morgenen' anfange, soll es dann 'Om morgenen spiser jeg frokost' heißen? Das Verb rutscht also vor das Subjekt? Das fühlt sich total unnatürlich an, ich mach da ständig Fehler.

Und wie ist das bei Nebensätzen? Da soll die Regel anscheinend anders sein? Ich steig da überhaupt nicht durch.

Hat jemand einen einfachen Trick oder eine gute Erklärung wie er/sie das damals gelernt hat? Vielleicht auch mit konkreten Beispielen? Ich find online zwar was, aber irgendwie fehlt mir der rote Faden. Danke schon mal!


6 Antworten
Stefan H.
Beiträge: 6
(@stefan-hofer)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Die V2-Regel ist tatsächlich einer der ersten größeren Stolpersteine beim Norwegischen - aber ehrlich gesagt haben wir das auf Deutsch auch, nur merken wir's nicht mehr, weil es so selbstverständlich ist. 'Morgen fahre ich nach Oslo' - da steht das Verb auch auf Position 2, Subjekt und Verb tauschen. Das ist genau dasselbe Prinzip!

Dein Beispiel mit 'Om morgenen spiser jeg frokost' ist vollkommen richtig. Das fühlt sich am Anfang unnatürlich an, aber wenn man erstmal den Vergleich mit dem Deutschen im Kopf hat, klickt es relativ schnell. Ich hab mich damals auch gewundert, warum mir das so schwer fiel - dabei war's mir aus dem Deutschen längst vertraut.

Bei Nebensätzen ist es tatsächlich anders: Da gilt V2 nicht, das Verb steht dann am Ende oder folgt normaler Reihenfolge. Das ist ein eigenes Thema. Schritt für Schritt - erstmal die Hauptsatzregel wirklich verinnerlichen, das reicht für den Anfang völlig.

Falls du nach einer Alternative zu Babbel suchst, um die Grammatikgrundlagen besser zu verstehen – ich hab da gute Erfahrungen gemacht mit einer Seite, die das strukturierter erklärt als die üblichen App-Lernpfade. Hat mir damals beim Einstieg ins Norwegische wirklich geholfen. Tipp: Starte mit kostenlosem Newsletter*


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Sandra W.
Beiträge: 22
(@s-weber17)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Ich kenn das Gefühl total - bei mir war's ähnlich, ich hab Vokabeln gepaukt und dann im echten Kontext trotzdem Sätze gebaut die sich irgendwie falsch angefühlt haben. Die Wortstellung war da oft das Problem, nicht der Wortschatz.

Ein ganz simpler Trick der mir geholfen hat: Immer wenn ich einen neuen Satz auf Norwegisch lerne, schreib ich ihn einmal um. Also 'Jeg leser boka' wird zu 'I dag leser jeg boka'. Das dauert 30 Sekunden extra aber nach zwei Wochen saß das automatisch.


Antwort
CinemaPolyglott
Beiträge: 1
(@cinemapolyglott)
New Member
Beigetreten: Vor 5 Tagen

Was S.Weber83 sagt stimmt schon, aber ich finde man muss das nicht so schwarz malen. Jede Grammatikregel hat Ausnahmen - das gilt für jede Sprache die ich je gelernt habe.

Ich hab festgestellt dass beim Norwegischen das Schauen von Originalcontent enorm hilft die Satzstellung zu verinnerlichen - selbst kurze Filmausschnitte oder Interviews auf YouTube. Man hört das Muster, ohne es analysieren zu müssen. Für die Wortstellung funktioniert das meiner Erfahrung nach besonders gut, weil das Gehirn Rhythmus und Struktur implizit abspeichert.

Für den Sommer würde ich vorschlagen: Kombinier bewusstes Regellernen mit passivem Hören. Lern morgens die Regel, schau abends irgendwas auf Norwegisch - auch wenn du 80% nicht verstehst. Der Effekt auf die Intuition für Wortstellung ist real.


Antwort
Thomas K.
Beiträge: 11
(@sprachcoach49)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Stefan hat da einen sehr guten Punkt gemacht mit dem Deutschen. Ich erlebe das als Sprachcoach immer wieder: Lernende unterschätzen, wie viel Transferpotenzial die eigene Muttersprache bietet - gerade beim Norwegischen.

Was ich meinen Schülerinnen und Schülern empfehle: Schreib dir fünf bis zehn feste Beispielsätze auf, jeweils einmal mit Subjekt-Start und einmal mit Adverbial-Start. Wiederhol die täglich laut. Nicht auswendig lernen im klassischen Sinne, sondern sprechen bis es sich richtig *anfühlt*. Das Gefühl für die Position kommt durch Wiederholung, nicht durch Verstehen der Regel allein.

Zur Nebensatz-Frage kurz: Im Nebensatz nach Konjunktionen wie 'fordi' oder 'når' gilt eine andere Reihenfolge - Negation und Adverbien stehen dann vor dem Verb, nicht danach. Das ist wirklich ein eigener Lernschritt, den du noch nicht angehen musst. Erstmal Hauptsätze stabilisieren. Du bist nach 6 Wochen völlig auf Kurs - das klingt frustrierend, ist es aber nicht.


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