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Französisch Selbststudium im Sommer starten – realistisch oder Wunschdenken?

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Sandra K.
Beiträge: 5
Themenstarter
(@sandra91)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen
[#37]

Hallo zusammen,

ich habe jetzt den ganzen Juni damit verbracht, mir zu überlegen ob ich diesen Sommer endlich Französisch angehe. Der Urlaub ist schon gebucht – zwei Wochen Südfrankreich im August – und ich dachte, das wäre doch mal ein schöner Anlass.

Aber ich grübel schon länger: Kann man das wirklich komplett ohne Lehrer oder Kurs lernen? Ich hab keine Zeit für einen VHS-Kurs unter der Woche, und ehrlich gesagt auch kein Budget für Privatstunden. Ich bin bereit, jeden Abend 20-30 Minuten zu investieren, vielleicht auch mal mehr am Wochenende.

Das Ziel ist gar nicht, perfekt zu klingen. Ich will im Restaurant bestellen können, mich ein bisschen vorstellen, grundlegende Fragen stellen. Sowas halt. Ob das in 8 Wochen machbar ist, weiß ich wirklich nicht.

Ich hab schon verschiedene Apps gesehen, YouTube-Videos, irgendwelche PDFs... aber das wirkt alles ein bisschen unstrukturiert und ich weiß nicht wo ich anfangen soll. Ohne jemanden der mir sagt 'mach jetzt das, dann das', fühlt es sich wie ein Dschungel an.

Hat jemand von euch Erfahrung damit, wie das ohne externe Begleitung klappt? Ich freue mich über ehrliche Einschätzungen – auch wenn die ernüchternd sind!


3 Antworten
Thomas K.
Beiträge: 11
(@sprachcoach49)
Active Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Als jemand der beruflich viel mit Sprachlernenden zu tun hat, kann ich dir sagen: Selbststudium funktioniert sehr wohl, aber nur wenn man realistische Erwartungen hat.

Für ein Basis-Urlaubsfranzösisch in 8 Wochen ist dein Zeitplan knapp aber machbar. 20-30 Minuten täglich reichen für Grundlagen. Was ich aber wirklich empfehle: Halte dich nicht zu lange bei nur einer Ressource auf. Viele Lernende machen den Fehler, eine App täglich zu benutzen und denken das reicht. Eine App alleine – egal welche – ist nie vollständig genug.

Mix es: App für Vokabeln, kurze Grammatikerklärungen aus verlässlichen Quellen (kein Random-YouTube-Kanal), und ganz wichtig: Hörübungen von echten Sprechern. Selbst kurze Podcasts für Anfänger helfen.

Das Dschungel-Gefühl, das du beschreibst, kommt meistens daher, dass man zu viele Optionen gleichzeitig anschaut. Wähl zwei Methoden aus, bleib dabei für mindestens 3 Wochen, dann kannst du noch was anpassen.


Antwort
Petra H.
Beiträge: 6
(@petra-hoffmann)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Hallo Sandra,

kurze Antwort vorweg: Ja, es funktioniert – aber mit Einschränkungen. Ich hab mich selbst schon intensiv damit beschäftigt, wie unterschiedlich Lerntypen an neue Sprachen herangehen, zum Beispiel auch im Thread über strukturiertes Lernen oder einfach drauflos bei Englisch, und was ich dabei gelernt hab: Ohne irgendeine Struktur versandet man meistens nach 2-3 Wochen.

Das heißt nicht, dass du einen Lehrer brauchst. Aber du brauchst einen Plan. Setz dir konkrete Wochenziele, zum Beispiel Woche 1: Zahlen und Begrüßungen, Woche 2: einfache Sätze im Restaurant usw. Das klingt banal, macht aber einen riesen Unterschied.

Für dein Ziel – Urlaub im August, Grundkommunikation – sind 8 Wochen zu 30 Minuten täglich durchaus realistisch. Du wirst kein Gespräch über Literatur führen, aber bestellen, danken, um Hilfe bitten – das kriegt man hin. Wichtig: Bitte von Anfang an auch laut sprechen, nicht nur lesen und tippen.

Ich hab da gute Erfahrungen gemacht mit einer anderen Plattform, die ich als Alternative zu Babbel nutze – strukturierter Aufbau und man merkt wirklich Fortschritte. Schau es dir einfach mal an: Tipp: Starte mit kostenlosem Newsletter*


Antwort
SkeptiSchreiber
Beiträge: 1
(@skeptischreiber)
New Member
Beigetreten: Vor 5 Tagen

Ich les das hier und möchte mal ne andere Perspektive einbringen, weil mir ein bisschen zu viel Optimismus schwirrt.

Ohne Lehrer lernen funktioniert – aber man baut sich dabei auch unglaublich viele schlechte Angewohnheiten an. Vor allem bei der Aussprache. Im Urlaub merkst du das vielleicht nicht, aber wer Französisch langfristig lernen will, muss früher oder später trotzdem mal mit jemandem sprechen der Fehler korrigiert. Sonst sitzt der falsche Akzent fest.

Dein Ziel für August ist ok und erreichbar. Aber ich würd nicht so tun als sei Selbststudium grundsätzlich gleichwertig mit begleitetem Lernen. Das ist ne Abkürzung mit Preis.

Ich hab da gute Erfahrungen gemacht mit einer kostenlosen Demoversion, bevor ich mich für einen Kurs entschieden hab – einfach mal reinschnuppern ohne gleich Geld auszugeben. Gerade für den Einstieg im Sommer ist das ideal, um zu checken ob der Lernstil zu einem passt. Zur Demoversion


Antwort