Hallo zusammen,
ich bin ziemlich neu hier und stehe vor der Entscheidung, wie ich am besten mit dem Deutschlernen anfangen soll. Überall lese ich unterschiedliche Meinungen dazu, ob man zuerst Grammatik lernen oder gleich mit Vokabeln starten sollte.
Mein Gedanke wäre: Erstmal die wichtigsten deutschen Wörter aus dem Alltag lernen, damit ich wenigstens ein Gefühl für die Sprache bekomme, bevor ich mich durch Deklinationen und Konjugationen kämpfe. Aber welche Wörter sind das denn?
Ich denke an sowas wie Begrüßung, Zahlen, einfache Verben... aber gibt es da eine Art Prioritätenliste? Sollte ich mit 100, 500 oder 1000 Wörtern anfangen?
Meine Situation: Ich bin Anfänger, spreche schon Englisch und Spanisch, und möchte Deutsch hauptsächlich für den Beruf lernen. Ich kann etwa 1-2 Stunden täglich investieren.
Was sind eure Erfahrungen? Welche deutschen Alltagswörter haben euch am meisten geholfen, als ihr angefangen habt?
Vielen Dank für eure Hilfe!
Hey KlausH! Finde deinen Ansatz eigentlich gut. Ich hab damals bei Französisch auch erst mal Vokabeln gepaukt, bevor ich mich an die Grammatik gewagt hab. Hat bei mir besser funktioniert als andersrum.
Für Deutsch würde ich sagen: Fang mit den absoluten Basics an. Begrüßungen (Hallo, Guten Tag, Tschüss), Höflichkeitsfloskeln (Bitte, Danke, Entschuldigung), Zahlen 1-20, und die wichtigsten Fragewörter (Wie, Was, Wo, Wann). Dann Familie (Mutter, Vater, Kind), Essen (Brot, Wasser, Milch) und einfache Verben (sein, haben, gehen, machen).
So 200-300 Wörter reichen erstmal völlig. Dann merkst du schnell, welche dir in echten Situationen fehlen. Ich hab übrigens bei Französisch auch erstmal ohne Grammatik angefangen - war definitiv der richtige Weg für mich.
Ich hab da gute Erfahrungen gemacht mit einer kostenlosen Demo, die ich mal ausprobiert habe. Die startet wirklich bei null und baut schön systematisch auf - kannst ja einfach mal reinschnuppern ohne Verpflichtung. zum Demoversion
Also ich sehe das etwas anders. Klar, ein paar Grundwörter sind wichtig, aber ohne Grammatik kommst du nicht weit. Deutsch ist nunmal eine komplizierte Sprache mit den ganzen Fällen.
Wenn du schon Englisch und Spanisch sprichst, hast du ja schon eine gute Basis. Bei Deutsch würde ich parallel lernen: Grundwortschatz UND einfache Grammatikregeln. Sonst stehst du später da und weißt nicht, warum es "dem Mann" und nicht "der Mann" heißt.
Bei Portugiesisch hab ich das auch so gemacht - erst dachte ich, ich kann einfach drauflos lernen, aber ohne Struktur wird's chaotisch.
Mein Tipp: Nimm dir pro Woche 50 neue Wörter vor, aber lerne gleichzeitig die Artikel mit (der, die, das). Das ist bei Deutsch extrem wichtig.
Kann beide Ansätze verstehen. Ich persönlich finde, dass man am Anfang wirklich erstmal ein Gefühl für die Sprache entwickeln sollte, bevor man sich in der Grammatik verliert.
Besonders wichtig bei den ersten deutschen Wörtern: Die Artikel gleich mitlernen! Also nicht nur "Haus", sondern "das Haus". Das spart dir später viel Ärger.
Meine Top-Kategorien für den Anfang wären: Zahlen, Zeit (heute, morgen, gestern), Wetter (Sonne, Regen), Körperteile (Hand, Kopf), Farben und ganz wichtig - die Modal-verben (können, müssen, wollen). Damit kannst du schon viel ausdrücken.
Wie bei anderen Sprachen auch - ich hab bei verschiedenen Projekten gemerkt, dass der praktische Ansatz oft besser funktioniert als reine Theorie.