Hallo zusammen,
ich bin Andreas und arbeite seit 15 Jahren im internationalen Vertrieb – Englisch und Französisch sind für mich beruflich essentiell. Trotzdem stelle ich jedes Jahr im Sommer fest: Vokabeln, die ich gerade gelernt habe, sind nach zwei, drei Wochen wieder weg. Das frustriert mich, weil ich weiß, dass ich sie eigentlich draufhabe.
Mein Verdacht: Ich lerne isolierte Wörter, ohne sie in geschichtliche oder kulturelle Kontexte einzuordnen. Das funktioniert bei mir sonst so gut – wenn ich verstehe, warum die Franzosen ein Wort so nennen oder welche historische Wurzel es hat, bleibt es hängen. Aber im Sommer, wenn es heiß ist und ich weniger Energie für tieferes Lernen habe, greife ich zu schnellen Vokabel-Listen.
Meine Frage: Liegt das Vergessen wirklich an zu seltener Wiederholung? Oder sollte ich grundsätzlich anders vorgehen – sprich: lieber weniger Vokabeln mit Hintergrund als viele ohne Kontext? Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?
Interessante Beobachtung! Ich finde das mit dem Kontext total nachvollziehbar. Bei mir ist es ähnlich – seitdem ich Italienisch lerne, merke ich mir Vokabeln besser, wenn ich sie in Rezepten oder Anleitungen sehe. "Aglio" (Knoblauch) vergesse ich nie, weil ich es regelmäßig in Rezeptblogs lese.
Bei medizinischen Begriffen – ich bin Krankenschwester – ist es das Gleiche: "Pressione" (Blutdruck) bleibt sofort hängen, weil ich es täglich brauche. Ohne praktische Anwendung verfliegen die Wörter einfach.
Vielleicht versuchst du im Sommer, deine Vokabeln nicht isoliert zu üben, sondern sie aktiv in Business-E-Mails oder Notizen zu nutzen? Auch wenn die Hitze dich ausbremst – gezielter einsetzen könnte mehr helfen als häufigeres Wiederholen.