Ich teste gerade systematisch verschiedene KI-Tools und Apps parallel für drei Sprachen: Deutsch optimiere ich noch, aber Dänisch und Polnisch starte ich von Null. Nutze dafür Anki für Vokabeln, Duolingo und Pimsleur im Wechsel, und jetzt habe ich auch mit ChatGPT und DeepL experimentiert für Schreib-Feedback.
Meine Frage: Lohnt sich der KI-Einsatz überhaupt, wenn man parallel mehrere Anfängersprachen lernt? Ich merke, dass die KI-Tools (besonders ChatGPT für Grammatik-Erklärungen) deutlich schneller Feedback geben als klassische Apps – aber ich bin mir nicht sicher, ob das echte Tiefe bringt oder nur schnell oberflächlich abdeckt.
Vor allem beim Dänischen und Polnischen frage ich mich: Ersetzen KI-Korrektionen wirklich einen echten Tandempartner? Oder bräuchte ich die menschliche Rückmeldung gerade bei mehreren Sprachen parallel, um nicht in schlechte Muster zu verfallen? Hat hier jemand Erfahrung mit mehrsprachigem Lernen + KI-Tools gemacht?
Hallo Markus B.,
ich kenne das Thema zwar nur mit zwei Sprachen parallel (Spanisch und Italienisch), aber ich glaube das lässt sich übertragen. KI-Tools sind aus meiner Erfahrung super für schnelles Feedback, aber sie "merken" sich nicht, welche Fehler du immer wieder machst – das ist ein echtes Problem. Bei mir hab ich gemerkt, dass ChatGPT zwar korrekt verbessert, aber eben nicht sagt "du machst DIESEN Fehler jetzt zum vierten Mal, da steckt ein Muster dahinter."
Ein Tandempartner würde genau das tun. Gerade bei drei Sprachen gleichzeitig würde ich den menschlichen Kontakt nicht komplett weglassen, weil du sonst vielleicht Fehler festigst ohne es zu merken. KI als Ergänzung für Schnellkorrekturen ja, aber als alleinige Rückmeldung bei Anfängersprachen – da bin ich skeptisch. Beim Dänischen und Polnischen würde ich zumindest gelegentlich echte Muttersprachler einbauen, wenn irgendwie möglich.